Sandstein - Eigenschaften
Sandstein gehört zu den Sedimentgesteinen und besitzt deshalb auch alle typischen Eigenschaften dieses Gesteins. Sandsteine zeigen aufgrund ihrer Schichtung eine richtungsabhängige Eigenschaft. Die Druckfestigkeit ist normalerweise bei einer Krafteinwirkung senkrecht zu der Schichtung größer als bei einer Krafteinwirkung die parallel zur Schichtung wirkt. Diese Eigenschaft sollte man sich beim Einbau zu Nutze machen. Aufgrund des hohen Porenvolumens von Sandsteinen besitzen diese eine große Wasseraufnahmekapazität und eine geringe Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse. Durch diese Eigenschaften ist das Einsatzgebiet ein wenig eingeschränkt.
Allerdings treffen diese Merkmale zwar auf viele Sandsteinarten zu, aber längst nicht auf alle.
Quarzsandsteine sind beispielsweise sehr hart und teilweise sogar schlechter zu bearbeiten als Granit. Sie haben eine hohe chemische Resistenz und sind deshalb sehr witterungsbeständig. Tonsandsteine dagegen bestehen eher aus einer weichen Verkittung und sind als absolutes Gegenteil der Quarzsandsteine zu betrachten.
Bestandteile von Sandsteinen können vielfältig sein. Quarz ist eines der am häufigsten anzutreffenden Bestandteile. Daneben fällt Feldspat ebenfalls häufig an. Der Anteil von Feldspat ist dabei vielfach mindestens ebenso hoch wie der von Quarz, manchmal sogar noch etwas höher. Ist der Anteil größer als 50 Prozent, dann spricht man auch von sogenannten Feldspatsandsteinen. Der Name richtet sich dabei immer nach dem Hauptbestandteil.
Eisenverbindungen wie Hämatit oder Limonit sind ebenso denkbar wie das Mineral Muskovit oder Chlorit. Auch Schwermineralien wie Apatit, Granat, Rutil und Turmalin sind denkbar als Bestandteile.